DOS ist nicht tot
Auf das gute alte DOS muss man in manchen Fällen immer wieder zurückgreifen. DOS lässt sich bei Bedarf auf ein reines Floppy und Platten-Betriebssystem reduzieren. Nur hier ist es möglich, eigene Programme vollkommen vom Betriebssystem "abkoppeln". Der Programmierer kann und darf über I/O-Ports und Interrupst ohne Einschränkung frei verfügen. Wirklich zeitkritische Abläufe im ms-Bereich gehen nur bei DOS. Und wenn es sich um eine in sich geschlossene Aplikationen handelt, verfügt der Programmierer in der Regel auch über ein entsprechendes Wissen und er kann gerne auf "Plug and Play" verzichten.
Für den Programmierer im Maschinen- und Anlagenbau war WINDOWS 3.1 eine echte Bereicherung. Doch erkaufte man sich die angenehme Benutzer-Oberfläche mit dem Verlust der betriebssystemunabhängigen Programme. Zeitkritische Abläufe gehen nur noch bedingt. Wenigstend konnte man noch über I/O-Ports verfügen.
Bei WINDOWS 95 ... 2000 und bei WINDOWS NT ist alles anders. Ein reines nur für den normalen Büro- oder Heimbenutzer konzipiertes Betriebssystem. "Plag and Play" ist für die Hersteller in Fernost, die irgendwelche Boards in Serien von 100.000 Stück produzieren, kein Problem. Doch der "heimische" Systemintigrator kann nur noch auf teuere intelligente Periferie zurückgreifen. Und wer bedenkt, dass trotz Pentium und Celeron Programm-Reaktionszeiten von unter 1 ms bei WINDOWS NT nicht vernünftig realisierbar sind, der versteht sehr schnell die Enttäuschung und den Unmut über diese Produktstrategie.